Aufgaben mit Kunden teilen, ohne dass jemand ein Konto braucht

An einem Webprojekt arbeiten mehr Menschen mit, als die Agentur Mitarbeitende hat. Das Tool kennt meistens nur die Mitarbeitenden.

Die Leute am Rand

An einem Website-Projekt ist selten nur die Agentur beteiligt. Da ist der Kunde, der die Entwürfe freigeben muss. Die Person im Marketing, die die Texte liefert. Der IT-Kontakt, der einen Zugang bereitstellt. Der Fotograf, der einmal Bilder abgibt und danach nie wieder auftaucht.

Keiner von ihnen arbeitet in eurem Projekttool. Und keiner wird damit anfangen, nur wegen einer einzelnen Aufgabe.

Warum der Kunde sich nicht anmeldet

Von der Agenturseite sieht es nach einer Kleinigkeit aus: Konto anlegen, E-Mail bestätigen, fertig. Von der Kundenseite sieht es anders aus.

Er braucht ein Passwort, das er vergessen wird. Er muss sich merken, welche seiner vier Agenturen welches Tool benutzt. In grösseren Firmen muss die IT einen neuen Dienst erst freigeben, und das kann Wochen dauern.

Der Aufwand ist absolut gesehen nicht gross. Er ist gross im Verhältnis zur Aufgabe, und die besteht oft aus einem einzigen Ja.

Was stattdessen passiert

Die Aufgabe wandert zurück in die E-Mail. Jemand exportiert eine Liste, hängt sie an und schreibt «siehe Anhang». Der Kunde antwortet auf die Mail statt auf die Aufgabe. Zwei Tage später kommt eine zweite Fassung, und jetzt gibt es zwei Anhänge und niemand weiss sicher, welcher aktuell ist.

Die Arbeit verschwindet nicht, sie wird nur unsichtbar fürs Tool. Und das ist schlimmer, als gar kein Tool zu benutzen – weil das Team jetzt glaubt, der Stand stehe im System.

Was eine Freigabe wirklich braucht

Reduziert man es aufs Wesentliche, braucht eine Kundenfreigabe erstaunlich wenig:

  • Die Sache, um die es geht
  • Eine Möglichkeit, Ja, Nein oder «mit dieser Änderung» zu sagen
  • Einen Ort für eine Datei, falls eine dazugehört
  • Eine Spur davon, was entschieden wurde, für später

Was sie nicht braucht: ein Benutzerkonto, ein Rollenkonzept und eine Rechtematrix.

Teilen ohne Konto

Genau darauf ist Projoodle ausgelegt. Eine To-do Liste oder eine Checkliste lässt sich per Link teilen. Wer den Link hat, sieht die Aufgaben, hakt ab und schreibt Kommentare. Dateien, die zu einer Aufgabe gehören, kann man ihr direkt anhängen.

Keine Registrierung, auf keiner Seite. Der Kunde öffnet den Link und ist drin.

Sobald mehrere Gewerke parallel laufen, zeigt ein Kanban Board das ganze Projekt auf einen Blick – und auch dieser Link lässt sich genauso weitergeben.

Was sich für die Agentur ändert

Der offensichtliche Gewinn: Feedback landet dort, wo die Arbeit ist, statt im Postfach. Der weniger offensichtliche wiegt schwerer. Der Projektstand ist nichts mehr, das man herstellt, sondern etwas, das einfach zutrifft.

Niemand stellt vor dem Jour fixe einen Statusbericht zusammen. Der Kunde schaut auf dasselbe Board wie das Team.

Wann ein Konto trotzdem sinnvoll ist

Fürs eigene Team schon. Wer täglich in Projekten arbeitet, will seine eigene Übersicht, seine Zuweisungen und seine Historie. Genau dafür ist ein Konto da.

Es geht nicht darum, dass Konten schlecht wären. Es geht darum, dass der Prozess bricht, sobald man eines von allen verlangt – weil ausgerechnet die Leute am Rand darüber entscheiden, ob ein Projekt weitergeht.

Kurz gesagt

Ein Agenturprojekt hat ein Innen und einen Rand. Das Innen bedienen die meisten Tools gut. Am Rand geht Arbeit verloren, und dort entscheidet der Unterschied zwischen «ein Klick» und «bitte lege ein Konto an», ob das Feedback überhaupt ankommt.

Mehr zur Arbeit mit Externen steht in Aufgaben im Team verwalten – auch mit Externen. Und falls sich dein aktuelles Tool schwerer anfühlt als die Arbeit selbst, passt Projekttools sind oft zu kompliziert.

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